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Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und draußen verändert sich die Natur. Nicht nur die ersten Blätter beginnen sich zu verfärben, auch beim Hund steht eine saisonale Veränderung bevor: der Fellwechsel.
Viele Hunde verlieren jetzt deutlich mehr Haare als noch vor einigen Wochen. Für Hundehalter bedeutet das mehr Haare auf Sofa, Kleidung und Böden. Für den Hund selbst ist der Fellwechsel jedoch ein ganz natürlicher Vorgang, bei dem sich das Fell an die veränderten Temperaturen und Lichtverhältnisse anpasst.
Mit der richtigen Pflege kannst du deinen Hund dabei unterstützen und gleichzeitig einen guten Blick auf Haut und Fell behalten.
🍂 Warum Hunde im Herbst ihr Fell wechseln
Der Fellwechsel wird nicht ausschließlich durch die sinkenden Temperaturen ausgelöst. Auch die zunehmende Veränderung der Tageslichtlänge spielt eine wichtige Rolle. Das Sommerfell wird nach und nach durch ein dichteres Fell ersetzt, das besser vor kühleren Temperaturen schützt. Wie stark dieser Prozess ausfällt, hängt unter anderem von Rasse, Felltyp, Alter und Haltung des Hundes ab. Manche Hunde verlieren nur moderat Haare, während bei anderen regelrechte Haarbüschel aus dem Fell kommen. Besonders bei Hunden mit dichter Unterwolle kann der Unterschied deutlich sichtbar sein.
Ein starker Fellwechsel ist deshalb zunächst kein Grund zur Sorge. Entscheidend ist, wie Haut und Fell insgesamt aussehen und wie sich der Hund verhält.
🪮 Regelmäßiges Bürsten hilft beim Fellwechsel
Während des Fellwechsels lohnt sich regelmäßiges Bürsten besonders. Lose Haare werden entfernt, bevor sie sich in der Wohnung verteilen oder sich mit dem übrigen Fell verbinden. Gleichzeitig kann Bürsten helfen, Verfilzungen zu verhindern und die Haut besser zu kontrollieren. Gerade bei dichtem oder längerem Fell können sich lose Haare und kleine Pflanzenteile leichter festsetzen.
Wie häufig gebürstet werden sollte, hängt vom Fell ab. Ein Hund mit kurzer, glatter Behaarung benötigt eine andere Pflege als ein Hund mit dichter Unterwolle oder langem Fell.
Wichtig ist außerdem, das passende Werkzeug zu verwenden. Eine Bürste sollte zum jeweiligen Felltyp passen und die Haut nicht unnötig reizen. Starkes Ziehen oder aggressives Ausbürsten ist nicht notwendig und kann unangenehm für den Hund sein.
🌿 Haut und Fell jetzt genauer beobachten
Der Fellwechsel ist eine gute Gelegenheit, den Zustand der Haut regelmäßig zu überprüfen. Achte beispielsweise auf:
- kahle oder deutlich dünner werdende Stellen
- starke Rötungen
- Schuppen
- ungewöhnlich fettiges oder trockenes Fell
- kleine Wunden oder Krusten
- starken Juckreiz
- auffälligen Geruch
Auch häufiges Kratzen, Lecken oder Knabbern am Fell kann darauf hinweisen, dass die Haut gereizt ist. Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch eine Erkrankung. Wenn der Haarausfall jedoch ungewöhnlich stark ist, kahle Stellen entstehen oder dein Hund deutliche Beschwerden zeigt, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
🥩 Ernährung und Fellgesundheit
Ein gesundes Fell beginnt nicht erst bei der Bürste. Auch eine ausgewogene Ernährung liefert die Nährstoffe, die Haut und Fell benötigen.
Während des Fellwechsels ist deshalb vor allem eine bedarfsgerechte Ernährung wichtig. Hochwertige Proteinquellen sowie eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren können zur normalen Haut- und Fellgesundheit beitragen. Zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel sind dagegen nicht automatisch notwendig. Ob ein bestimmter Zusatz sinnvoll ist, hängt vom individuellen Hund und seiner Ernährung ab.
Auch ausreichend Wasser sollte selbstverständlich jederzeit zur Verfügung stehen.
🛏️ Der Ruheplatz spielt ebenfalls eine Rolle
Während des Fellwechsels verbringen viele Hunde weiterhin viele Stunden am Tag mit Schlafen und Ruhen. Ein angenehmer, sauberer Liegeplatz unterstützt dabei das Wohlbefinden.
Decken und Kissen sollten regelmäßig von Haaren befreit und entsprechend dem Material gereinigt werden. Besonders bei Hunden, die viel Unterwolle verlieren, sammelt sich dort schnell einiges an.
Ein vertrauter Ruheplatz bietet gleichzeitig einen konstanten Ort, an dem sich der Hund zurückziehen kann. Gerade während des saisonalen Wechsels bleibt diese Routine ein wichtiger Bestandteil des Alltags.
🧼 Baden ist beim Fellwechsel nicht automatisch nötig
Mehr Haare bedeuten nicht, dass ein Hund häufiger gebadet werden muss. Die meisten Hunde benötigen kein regelmäßiges Bad, solange Fell und Haut gesund und sauber sind.
Zu häufiges Waschen kann die natürliche Hautbarriere unnötig belasten. Wenn ein Bad aufgrund von Schmutz notwendig ist, sollte ein für Hunde geeignetes, mildes Shampoo verwendet und das Fell anschließend gründlich getrocknet werden. Bei dichtem Fell ist besonders wichtig, dass nicht nur die Oberfläche trocken wirkt. Feuchtigkeit, die im Unterfell verbleibt, kann unangenehm werden und die Haut reizen.
🌡️ Wenn aus Fellwechsel mehr als nur Haarausfall wird
Nicht jede auffällige Veränderung sollte einfach dem Fellwechsel zugeschrieben werden. Wenn dein Hund plötzlich sehr viel Fell verliert, kahle Stellen entwickelt oder gleichzeitig starken Juckreiz zeigt, kann auch eine andere Ursache dahinterstecken. Gleiches gilt für deutliche Hautveränderungen oder wenn sich das Verhalten des Hundes verändert.
In solchen Fällen ist es sinnvoll, nicht selbst verschiedene Pflegeprodukte auszuprobieren, sondern die Ursache fachlich abklären zu lassen. Der normale saisonale Fellwechsel sollte den Hund dagegen nicht deutlich beeinträchtigen.
🌼 Fazit: Fellwechsel ist ein natürlicher Übergang
Der Fellwechsel gehört zum normalen Jahresrhythmus vieler Hunde. Wenn der Sommer langsam endet, bereitet sich der Körper auf die kommenden kühleren Monate vor. Regelmäßiges, auf den Felltyp abgestimmtes Bürsten, eine ausgewogene Ernährung und ein aufmerksamer Blick auf Haut und Fell reichen in den meisten Fällen völlig aus. Gleichzeitig ist der Fellwechsel eine gute Gelegenheit, genauer hinzuschauen. Denn wer seinen Hund regelmäßig pflegt, erkennt ungewöhnliche Veränderungen oft früh.
So wird aus der haarigen Übergangszeit eine ganz normale Vorbereitung auf den Herbst.